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Mein Wasserbauernhof

Geboren werden die kleinen Miesmuscheln zum Beginn der Kieler Woche. Zuerst schwimmen sie noch als Larven frei im Wasser der Kieler Förde umher, suchen sich aber bald einen festen Platz. Das kann eine andere Muschel sein oder auch eines der Kollektorenbänder, die Tim Staufenberger ins Ostseewasser hängt, um Nachwuchs für seine Muschelfarm zu sammeln. “Zum Glück hat die Förde eine sehr geringe Strömung, so bleibt der Nachwuchs in der Nähe der Farm“, erklärt der Muschelzüchter. Rund 1.000 Larven kommen auf eine weibliche Miesmuschel. Nach 90 Tagen haben die Muschelkinder eine feste Schale entwickelt. Dann füllt Tim Staufenberger sie in rund fünf Meter lange Socken aus einer Polypropylen-Baumwollmischung. Ein bisschen erinnern sie an Netzstrümpfe. Die gefüllten Muschelsocken befestigt er wiederum an Leinen, die im Wasser schwimmen und von Bojen gehalten werden.

 

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Der Strandfischer von Baabe

Roberto Brandt ist fast sein ganzes Leben lang vom Strand des kleinen Ostseebads Baabe zum Fischen rausgefahren. Als Kind mit dem Onkel. Die ganze Familie war damals in den 60er Jahren in der Fischerei beschäftigt. Nur als der junge Mann 1972 seine Ausbildung beginnen wollte, musste er seinen Strand verlassen. Zu viele bewarben sich zu dieser Zeit auf Rügen um eine Lehrstelle in der Fischerei. So ging Roberto Brandt zur Ausbildung nach Rostock und lernte und arbeitete vier Jahre lang in der Hochseefischerei. Sobald es möglich war, kehrte Brandt aber nach Baabe zurück, um als selbstständiger Fischer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er schloss sich der Fischereigenossenschaft Having an. Rund 60 Fischer zählte die Genossenschaft in den 80er Jahren. Hinzu kamen 20 angestellte Mitarbeiter. Roberto Brandt fischte in der sogenannten Reusenbrigade vor allem Hering und Aal. Verarbeitet wurde der Fisch gleich vor Ort in der Genossenschaft. Absatzprobleme gab es keine, dafür sorgte der Staat. Mit dem Ende der DDR brach von heute auf morgen der gesicherte Absatz weg. Viele Fischer nutzen das Angebot, in den Vorruhestand zu gehen. Andere suchten sich einen neuen Beruf.

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Fischer statt Autobauer

Natürlich wollte Matthias Orth auch damals schon gerne Fischer werden. Gleich nachdem er den Schulabschluss in der Tasche hatte. Seit er ein kleiner Junge war, fuhr er mit dem Vater zum Fischen auf den Wieker Bodden und die Ostsee. Und schon damals liebte der Rüganer die Arbeit in und mit der Natur und das Gefühl von Freiheit. Mitte der 90er Jahre aber glaubte er nicht, mit der Fischerei sich und vielleicht noch eine Familie ernähren zu können. So entschied sich Matthias Orth für ein Studium. An der Stralsunder Hochschule ließ er sich zum Wirtschaftsingenieur ausbilden. Aber auch während seiner Zeit an der Uni blieben seine Gedanken bei der Fischerei. Und so schrieb der Fischerssohn seine Diplomarbeit über die Altersstruktur in der heimischen Fischerei.

Seinen ersten Arbeitsplatz fand Orth ohne Probleme beim Autobauer DaimlerChrysler. In einer wirtschaftlich bedeutenden wie zukunftsträchtigen Branche. Das Kontrastprogramm zur heimischen Küstenfischerei  aus der er stammte. So schien es jedenfalls. Bis zur ersten Entlassungswelle kurz nach der Jahrtausendwende. Der Konzern strukturierte um und junge Berufsanfänger wie Matthias Orth mussten zuerst gehen. Orth nahm seine Entlassung als Wink des Schicksals und wurde Fischer. Dafür musste er jedoch abermals die Schulbank drücken. Dieses Mal in der Fischereischule in Sassnitz. 2007 stieg er dann in den väterlichen Betrieb ein und setzt die Familientradition weiter fort. Immerhin ist er bereits die fünfte Generation. (Foto: Iwona Knorr)

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Der akademische Elbfischer

Olaf Jensens Leidenschaft ist der Fisch. Schon als Schuljunge stand er in jeder freien Minute mit der Angel am Wasser. In den Ferien nahm ihn der dänischen Sommerhausnachbar mit zum Fischen. So ist er Fischer geworden. Erst im Nebenerwerb, um sein sozialwissenschaftliches Studium zu finanzieren. Dann aber siegte die Liebe zur Fischerei und er entschied sich gegen die akademische Laufbahn. Seit fast dreißig Jahren ist Jensen nun Fischer. Sein Revier ist der Fluss. Mit der“ KAP 250“, so die offizielle Bezeichnung,  – Jensen nennt sein Boot lieber „Käpt`n Butt“ – fischt er im Hamburger Hafen sowie zwischen Zollenspieker und Glücksstadt. Auf diesem Teil der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven ist er einer von sieben Berufsfischern und einigen Nebenfischern. Auf der Schlei hat er zweites Boot, den „Troll von Kappeln“ oder amtlicher die KAP 28.

Jensen fischt mit Stellnetzen, Reusen oder Langleinen – alles selektive Fangmethoden. Der Fang ändert sich mit der Saison. Im Frühjahr sind es Stint und Hering, im Sommer Aal und Krabben und in den kalten Monaten Zander, Dorsch und Meerforellen. Echte Exoten auf der Fangliste sind die Wollhandkrabben. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden sie mit Schiffen aus Asien eingeschleppt und haben sich seitdem in der Elbe erfolgreich vermehrt. Lange hat Olaf Jensen sich über den lästigen Beifang geärgert. Bevor er auf die Idee kam, die großen Krustentiere zu vermarkten. An chinesische Restaurants, von denen es in Hamburg einige gibt. Denn in China gelten die Krabben mit den behaarten Beinen als Delikatesse.

Neben diesem eher exotischen Vermarktungsweg steht Olaf Jensen von Mai bis Oktober jeden Sonntag früh ganz traditionell auf dem Altonaer Fischmarkt. Man findet ihn auf dem Ponton direkt hinter der Auktionshalle. Hier stehen auch die anderen beiden Fischereibetriebe, die als einzige noch zum Markt fahren. Wem der Fischmarkt zu früh ist, der trifft den Fischer in denselben Monaten samstagsnachmittags in seiner Räucherei in Finkenwerder. Geräuchert wird der frische Fisch ganz traditionell mit Buchen- und Erlenholz. „Ohne viel Schnick-Schnack“, kommentiert Jensen seine Methode. Wer an anderen Tagen Fisch haben möchte, ruft einfach an unter 0170 4130962 und kommt dann zum Boot .Frischer geht´s nicht. www.fischerjensen.de

Fischköppe

Fischer statt Autobauer

Natürlich wollte Matthias Orth auch damals schon gerne Fischer werden. Gleich nachdem er den Schulabschluss in der Tasche hatte. mehr...

 

 

 Mein Wasserbauernhof

Tim Staufenberger verkauft seine Muscheln direkt vom Kai. Die 5 Tonnen, die er im vergangenen Jahr geerntet hat, waren viel zu schnell ausverkauft.mehr...

Fischzeit

20.- 29. Januar 2017 Internationale Grüne Woche, Berlin www.gruenewoche.de/

15. - 18. Februar 2017 Naturland-Fisch: Talk & Taste, BIOfach Nürnberg www.naturland-fisch.de

20. - 21. Februar 2017 Fischwirtschaftsgipfel, Hamburg http://www.fischmagazin.de/konferenzen.htm

 25. - 27. April 2017 Seafood Expo Global www.seafoodexpo.com/global/

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